Innovationsklassenzimmer Schnaittach

Aus einem belastenden Bestandsklassenzimmer wird eine Lernlandschaft.

Lärm ist eines der größten, aber am wenigsten diskutierten Hindernisse für gelingende Bildung. Er beeinträchtigt Konzentration, Arbeitsgedächtnis und Spracherwerb – und gehört für Lehrkräfte zu den stärksten Belastungsfaktoren im Schulalltag.

In Schnaittach ist ein Klassenzimmer entstanden, das genau hier ansetzt: mit einer Nachhallzeit von 0,45 Sekunden und einer Raumstruktur, die moderne Unterrichtsformen erst praktikabel macht.
Zu unserer Storyline

Daten & Fakten zum Projekt

Projektname

Innovationsklassenzimmer Schnaittach

Projektzeitraum

Oktober 2025

Leistungen

Lehrerschrank, Lehrertisch, 2x Boxenregal mit 24 Boxen, gewinkelte Lamellen, Lamellen und Lamellen klein, Hochtisch mit Elektronik, Hochtisch 8-Eck, Wabe-Tisch-halbe Wabe (beleuchtet, mit Steckdosen), Tisch-Wabe-Tisch-halbe Wabe (beleuchtet, mit Steckdosen), Greenscreen-Box, Rückwand mit Stromdurchgang, Verkleidung für den Verteilerkasten, 6x takerseat mit Sitzkissen, zusätzlicher Einsatzhocker für die Waben

Der Kneipeneffekt im Klassenzimmer

Werden in akustisch unbehandelten Räumen kommunikative Unterrichtsformen wie Gruppenarbeit oder digitale Medien genutzt, entsteht der sogenannte Kneipeneffekt:

Stimmen überlagern sich, alle sprechen zunehmend lauter, und der Geräuschpegel steigt exponentiell. Moderne Pädagogik scheitert so nicht am Konzept, sondern am Raum.
Akustik im Klassenzimmer

Nachhallzeit um über 65 Prozent gesenkt

Den Kern der Raumtransformation bildet die akustische Optimierung. Durch akustisch wirksames Mobiliar in Kombination mit entsprechender Decken- und Bodenausrüstung sank die Nachhallzeit von rund 1,3 Sekunden auf 0,45 Sekunden – ein Wert, der die gesetzlichen Vorgaben deutlich unterschreitet.

Selbst bei parallel ablaufenden Lernformen bleibt die Geräuschkulisse spürbar niedrig.
Warum Akustik über Lernerfolg entscheidet

Churer Modell ohne Umwege

Die Lamellen gliedern den Raum optisch in differenzierte Arbeitsbereiche, ohne Transparenz und Offenheit zu nehmen. Diese Struktur erlaubt es Lehrkräften, das Churer Modell nach Reto Thöni im Alltag zu leben:

Der Unterricht startet gemeinsam im mobilen Inputkreis, danach wählen die Schülerinnen und Schüler ihre Arbeitsplätze selbst, während die Lehrkraft als Lernbegleiterin auf Augenhöhe unterstützt.

Dafür wurden takerseat und takerbox aus der takerspace-Produktreihe integriert – gefertigt aus Werkstoffen unseres Partners EGGER und als Möbel für das Churer Modell mit GS-Zeichen und TÜV-Prüfung versehen.
Mehr zum Churer Modell

Zonen für Fokus und Medienprojekte

Ergänzt wird das Klassenzimmer durch passgenaue Zonen für geführtes individuelles Lernen und digitale Medienkompetenz.

Die kompakten takerspace-Module dienen als geschützte Räume für fokussierte Einzel- und Partnerarbeit, eine integrierte Greenscreen-Box schafft die Grundlage für kreative Medienprojekte.

Vom Lärm zum Lernraum

Gruppenarbeit war hier vor allem eines: laut. Gemeinsam mit dem Schulamt Nürnberger Land haben wir daraus einen Raum gemacht, in dem moderne Pädagogik funktioniert. Dr. Christian Hilz erzählt, wie es dazu kam.